Wein und Gesundheit - Einige häufig gestellte Fragen
Wieviel Wein soll ich pro Tag trinken ?
Richtigerweise muß diese Frage lauten: Wieviel Wein darf man am Tag trinken, um die gesundheitlichen Vorzüge des Getränkes zu nutzen und die Leber nicht durch übermäßigen Alkohol zu schädigen?
Darüber findet man in der Literatur unterschiedliche Angaben und sicher ist, daß es unzählige Faktoren gibt, die den Alkoholgehalt im Blut beeinflussen. Die Dänische Weinstudie spricht von 3-5 Gläsern Wein. Seitens der Mediziner in Deutschland wird empfohlen, daß eine Frau in der Regel nicht mehr als 20g Alkohol pro Tag trinken sollte (2 Getränkeeinheiten), ein Mann nicht mehr als 30g (3 Getränkeeinheiten).
Für die positive Gesundheitswirkung ist wichtig, daß regelmäßig Wein getrunken wird und nicht in Intervallen größere Mengen. Dabei werden zum Essen in der Regel den alkoholreicheren trockenen Weinen der Vorzug gegeben, während man man die lieblicheren Weine eher als Genuß in geselliger Runde bevorzugt.
Wieviel Alkohol enthält der Wein?
Alkohol entsteht bei der alkoholischen Gärung aus Traubenzucker (Dextrose) und Fruchtzucker (Fruktose) , die in der Traube Gespeichert sind. Der Fruchtgehalt der Trauben unterliegt starker Schwankungen, er wird im Most bestimmt und in Grad Öchsle quantitativ erfaßt. Der Kellermeister entscheidet, wieviel natürlichen Zucker zu Alkohol vergoren vergoren wird, er behält trockene, halbtrockene und restsüße (liebliche) Weine. Je höher der Alkoholgehalt eines Weines, desto geringer ist in der Regel seine Restsüße. Der Alkoholgehalt im Wein schwankt zwischen 50 bis 120g/l. Auf dem Etikett eines jeden Weines ist der Alkoholgehalt in Volumen-% angegeben. Dabei entsprechen in etwa:
10,5 % Vol 83 g Alkohol/L 8 g Alkohol in 100 ml
13,0 % Vol 103 g Alkohol/L 10 g Alkohol in 100 ml
14,0 % Vol 110 g Alkohol/L 11 g Alkohol in 100 ml
Moderater Weingenuss !
In weintrinkenden Nationen streben die Menschen seltener an Herz-Kreislauferkrankungen, dieses wurde bereits in den 80er Jahren durch Prof. Renaud bewiesen und als "French paradox" inzwischen weltweit als richtig anerkannt. In einer Studie des Institutes für Präventivmedizin der Universität Kopenhagen (1995) wurden 6051 Männer und 7234 Frauen im Alter von 30-70 Jahren über 12 Jahre beobachtet . Das spektakulärste Ereignis war die Sterberisikominderung mit zunehmendem Weinkonsum, d.h. Weintrinker leben länger denn sie erkranken u.a. seltener an Herz-Kreislauferkrankungen. Im Vergleich zu den Personen, die nie Wein tranken, verringern sich das Risiko bei einem Konsum von 3-5 Gläsern täglich um fast 50%, mit anderen Worten : Abstinenzler sterben früher als Weintrinker
Der lebensverlängender Effekt ist ausschließlich auf den Weinkonsum zurückzuführen. Dieser Effekt bezieht sich nicht nur auf die Verringerung von Herz-Kreislauferkrankungen, sonder zeigt sich auch bei der Gesamtsterblichkeit, Weintrinken schützt also auch vor anderen Krankheiten (Stärkung der körpereigenen Abwehr? Schutz vor Krebserkrankungen durch antioxidative Substanzen? usw. ).
Sicher ist somit, daß die gesundheitsfördernde Wirkung nicht allein im Alkoholgehalt des Getränks liegt, vielmehr ist es die im Wein zu findende Kombination wertvollster Inhaltsstoffe mit Alkohol, der die positiven Auswirkungen auf die Gesundheit zuzuschreiben ist.
Viele meinen, daß gesundheitliche Vorteile nur beim Genuß von Rotwein erzielt werden, aber es gibt inzwischen eindeutige Beweise, daß der moderate Weinkonsum ebenso gesund ist. Eine Pilotstudie stellte 1996 fest, daß gerade der moderate Weißweinkonsum das Herz-Kreislauf-System schützt (Prof. Belz). Andere wissenschaftliche Arbeiten belegen, daß der antioxidative Effekt der Weißweine ebenso groß ist wie der von Rotweinen. Bei der Weinauswahl ist man also in der Entscheidung frei.
Two glasses a day nun ist es amtlich !
"Moderater Alkoholkonsum während der Mahlzeiten ist gesundheitsfördernd",diese Aussage ist enthalten im 1995er Dietary Guidelines for Amerikans, das sind Ernährungsempfehlungen den Bürger, die alle 5 Jahre vom Gesundheitsministerium der USA herausgegeben werden. Die amerikanische Politik verläßt so die starre Anti-Alkohol-Linie der vergangenen Jahrzehnte und trägt den überzeugenden Argumenten der Wissenschaft Rechnung.Der moderate Alkoholgenuß wird mit Hinweis auf die positiven Gesundheitswirkungen und den Genußwert ausdrücklich empfohlen. Der Epidemiologe der Universität Boston Dr.Ellison verdeutlicht die Meinung der Wissenschaftler:
"Abstinenz ist ein Risikofaktor für Herzerkrankungen"
Wein und Diabetes mellitus
Diabetiker dürfen Wein trinken, sie müssen allerdings aufmerksam das Flaschenetikett studieren. Es gibt die für Diabetiker gekennzeichneten trockenen Weine bis 4 g Restzucker. Neuerdings sind auch Weine mit einem Gesamtzuckergehalt von 20g/L zugelassen (mit einem Fructose- gehalt von 85%). Wählt ein Diabetiker einen 10 %igen Diabetikerwein mit einem Gesamtzuckergehalt 20 g/L, so muß er für 0,6 L dieses Weines 1 BE berücksichtigen.
(Prof. Dr.Gustav Belz , Wiesbaden)
Wein und Diät
Die meisten Diäten zur Gewichtsabnahme verbieten auch den Genuß von Wein . Neuere Erkenntnisse weisen aber darauf hin, daß die Gewichtsabnahme deutlich günstiger verläuft, wenn zu der Abendmahlzeit ein Glaß Wein getrunken wird. Generell kann man sagen, daß eine Gewichtreduktion Weintrinkern eher gelinkt als den Konsumenten anderer alkoholischer Getränke.
Beachten Sie: Wein kann wie alle alkoholhaltigen Getränke mißbraucht werden, es gibt außerdem Erkrankungen und Therapien, die jeden Alkoholgenuß verbieten. Klären Sie dieses mit ihrem Arzt.
Wie reagiert der menschliche Körper auf regelmäßigen Weinkonsum ?
Regelmäßiger und maßvoller Weinkonsum ......
- beugt Herzinfarkten vor und erhält die Elastizität der Gefäße, denn Wein verbessert die Durchblutung des Herzmuskels, senkt den Cholesterinspiegel im Blut, verbessert die Fließgeschwindigkeit des Blutes und verringert die Thromboseneigung.
- verbessert die Verdauungsleistung des Körpers, denn Weingenuß zum Essen regt die Verdauugsdrüsen an, unterstützt die Funktion der Magensäure, erhöht die Darmaktivität und verbessert die Ausbeute an vielen wertvollen Stoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen u.a. Der Appetit wird angeregt, das Geschmackserlebnis intensiver.
- entschlackt den Körper, denn die Nieren arbeiten aktiver, Wein steigert den Harnfluß und erhöht die Ausscheidung von Abfallstoffen.
- unterstützt die Abwehr von Krankheiten, denn Wein setzt die Lebensfähigkeit von Krankheitserregern herab, kann Bakterien und Vieren abtöten und steigert die körpereigenen Immunkräfte des Menschen.
- bekämpft wirkungsvoll die gefürchteten Reisedurchfallerkrankungen, denn Wein verfügt über eine exzellente Entgiftungsfuntion.
- verlangsamt die Knochenentkalkung und beugt so der vor allem für Frauen gefährlichen Osteoporose vor.
- ist "Bioregeneration", denn nach körperlichen Anstrengungen ersetzt auch mäßiger Weinkonsum bereits wertvolle Mineralstoffe, harmonisiert den Körper und erfrischt.
- hält körperlich und geistig aktiv, denn der altersbedingte Abbau der Gehirnfunktionen wird bei maßvollem Weinkonsum verlangsamt und die Hirndurchblutung und Sauerstoffversorgung des Gehirns verbessert.
- kann kreativitätssteigernd wirken und die Phantasie anregen, bewiesen durch viele Künstler und Individualisten der Geistes- und Kulturgeschichte.
- entspannt und baut Streß ab.
- verlängert die Lebenserwartung, denn Wein enthält natürliche Antioxidantien, die Zellalterung wird verlangsamt und die Krebssterblichkeit herabgesetzt.
Prof. Dr. Klaus Jung, Mainz
Weiss oder rot ? Gesundheit liegt in beiden Weinen !
Rotwein ist gesund, das gilt als erwiesen. Und der Weißwein? Wie sieht es mit seinem gesundheitlichen Wert aus?
Prof. Dr. Josef Keul, bekannter deutscher Sportmediziner, veröffentlichte 1996 die FREIBURGER WEINSTUDIE: bei einem Weißweingenuß von 0,5 1 /Tag (30 g Alkohol) verbesserten sich bei den Testteilnehmern die Werte des Fettstoffwechsels, der Blutzuckerspiegel, die Werte der Blutgerinnung sowie der erhöhte Blutdruck.
Also schützt auch der Weißwein vor der gefürchteten Arterienverkalkung und beugt der Koronaren Herzkrankheit (KHK) sowie dem Herzinfarkt vor. Die von Prof. Keul beobachtete verbesserte Blutgerinnung verhindert die Bildung von Gerinnseln, und der erhöhte Magnesiumspiegel stellt einen Schutz dar vor Herzrhythmusstsörungen sowie Muskelkrämpfen. Weißwein zeigt wie der Rotwein antioxidative Fähigkeiten und schützt so Arterien vor einer Verkalkung. Endlich räumte das Freiburger Forscherteam auch mit dem Vorurteil auf, daß eine geplante Gewichtsabnahme Verzicht auf Alkohol verlangt, im Gegenteil: maßvoller Weißweingenuß steigert die Fettverbrennung, die Testpersonen nahmen im Mittel 1,5 kg ab, der Anteil der Fettmasse im Körper wurde meßbar reduziert.
Die MAINZER WEINSTUDIE von Prof. Dr. Klaus Jung (1997) brachte weitere spektakuläre Erkenntnisse. Prof. Jung verglich 2 Gruppen, die eine trank täglich 0,4 1 eines 10 %igen Weißweines zum Abendbrot, die andere Gruppe einen Rotwein (32 g Alkohol/Tag). Prof. Jung testete bei 90 Personen Blutfett und -gerinnungswerte, den Blutdruck, das Körpergewicht, die Elektrolyte sowie die antioxidative Kapazität der Weine. Eindeutiges Ergebnis: Mäßiger und regelmäßiger Konsum von Weißwein beugt ebenso wie Rotwein der KHK vor. Vieles deutet auf eine unterschiedliche biologische Wirksamkeit der Weine hin, der Rotwein beeinflußt eher die Risikofaktoren positiv, während der Weißwein direkt die Schutzfaktoren im Blut verbessert und die Gewichtsabnahme erleichtert. Die Teilnehmer der Weißweingruppe zeigten nach 8 wöchigem Studienverlauf eine deutlichere Verbesserung der Herzschutzwerte als die Vergleichsgruppe. Bleibt also festzuhalten:
Moderater Weinkonsum ist gesund. Genießen Sie den Wein, der Ihnen schmeckt.
Diese Informationen wurden uns mit freundlicher Genehmigung von Forum Wein & Gesundheit e.V. (Am Forsthaus 2, 55758 Langweiler, Tel: 06786 / 98 74 74, Fax 06786 / 74 76) zur Verfügung gestellt.
"Obwohl zahlreiche wissenschaftliche Daten belegen, dass moderater Weinkonsum positive Effekte auf die Gesundheit hat, weisen wir darauf hin, dass ekzessives Trinken aller alkoholischen Getränke sozialen und gesundheitlichen Schaden birgt."
Bodegas Rioja befürwortet Wine in Moderation


